Italien

Italien. Ein attraktiver Standort zum Investieren – gerade für Unternehmen aus Süddeutschland. Besonders Übernahmen stehen dabei immer wieder im Fokus. So verlockend manches Angebot allerdings klingen mag, Vorsicht ist stets geboten. Wir erklären, worauf es beim Unternehmenskauf ankommt, welche Gefahren lauern und wo sich Chancen ergeben. Denn unnötige Verlustuntergänge, nicht genutzte Abschreibungspotentiale und vieles mehr sind vor allem eines: ärgerlich.

  1. Haftung des Käufers
  2. Besonders heikel: Die bisherigen Schulden des hinzugekauften Unternehmens. Hier ist Vorsicht geboten. Denn in Italien haftet der Käufer für Verbindlichkeiten des Betriebes – zumindest insoweit, wie diese aus einer ordnungsgemäßen Buchhaltung ersichtlich sind (Art. 2560 Abs. 2 ital. Cod. civ.). Wir raten daher: Eine adäquate Due-Diligence-Prüfung. Und: eine angemessene Berücksichtigung dieses Risikos im Vertrag (z.B. Abschlag auf Kaufpreis, Absicherung des Käufers mittels eines Escrow-Accounts oder eine Bankgarantie).

  3. Arbeitnehmer
  4. Häufig heiß diskutiert: Was passiert bei Entlassungen nach der Unternehmensübernahme? Das italienische Arbeitsrecht ist hier streng. Grundsätzlich gilt: Ein Unternehmenskauf an sich ermöglicht keine Entlassungen (Art. 2112 ital. Cod. civ.). Dennoch können solche durchgeboxt werden, falls man gute Argumente findet. Denkbar sind hier z.B. Umstrukturierungen, um Kosten einzusparen.

  5. Registersteuer
  6. Stets besonders heikel: das Steuerrecht. Wichtig ist daher zu prüfen, ob die Übernahme als Betriebseinbringung mittels Kapitalerhöhung durchgeführt werden kann. Denn während ein klassischer Unternehmenskauf einer Registersteuer von drei Prozent unterliegt (bei Immobilienbestand sogar neun Prozent), gibt es bei einer Betriebseinbringung nur eine Fixgebühr von gerade einmal 200,- Euro.

    Sie sehen, dass die Herausforderungen groß sind. Doch die gute Nachricht hier: Mit entsprechender Vorbereitung sind die Dinge in den Griff zu bekommen. Sprechen Sie uns an – der International Desk steht Ihnen mit seinem breit aufgestellten Team zur Verfügung. Und dies auch vor Ort – gewappnet mit doppelter Zulassung in Italien und Deutschland.

Ansprechpartner
Dr. Peter Agstner
Avvocato (Landgericht Mailand)
Rechtsanwalt (Landgericht Tübingen)
Lehrbeauftragter für Internationales Wirtschafts- und Vertragsrecht, Universität Padua

Gerd Klaiber
Dipl.-Finanzwirt (FH)
Steuerberater
Wirtschaftsprüfer
Fachberater für Internationales Steuerrecht

Sinja Pfeifer
Dipl.-Finanzwirtin (FH)
Steuerberaterin
Fachberaterin für Internationales Steuerrecht


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Sarah Nischik

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